Kindertagesstätte
und Wohnjoker
Mehrgeschossiger Holzbau mit Modellcharakter
Demografiegerecht, selbstbestimmt und bezahlbar
Nach den „Spielregeln nachhaltiger Stadtentwicklung“ entsteht auf dem ehemaligen Militärgeländer Kastel-Housing ein Modellvorhaben, in dem ein differenziertes Wohnraumangebot mit demografierechten, zukunftsfähigen und bezahlbaren Wohnungen geschaffen werden soll.
Die kompakten Wohngebäude gruppieren sich um einen grünen Hof, der die Freianlage zur Kita im Erdgeschoss integriert. Sie befindet sich im ersten und z.T. zweiten Obergeschoss des riegelförmigen Baukörpers im Südosten. Darüber entwickeln sich – erschlossen über eine kommunikative, breite Laubengangzone seniorengerechte, modulhafte Wohneinheiten, die im Sinne des Bielefelder Modells ein Angebot an suffizienten Individualräumen mit Begegnungs- und Gemeinschaftsflächen für die Bewohnenden kombiniert.
Zum urbanen Straßenraum im Südwesten orientiert sich der L-förmige Baukörper mit Maisonette-Wohnungen, die im Erdgeschoss wahlweise mit kleinen gewerblichen Einheiten koppelbart sind und über individuelle Eingänge im verfügen. Die Wohneinheiten im Obergeschoss werden über zwei Treppenhäuser erreicht und richten sich vorrangig an Auszubildene und junge Berufstätige, die sich für Wohngemeinschaften oder kompakten 2-Zimmer-Wohnungen interessieren.
Der ökologische Anspruch des Vorhabens und die Holzbauweise sind über die Fassaden mit Holzschalung und Begrünung ablesbar.
Beflügelt von der Idee der Lebendigen Stadt und als Gegenpol zur Vereinsamung entsteht hier ein Stadtbaustein, der durch die Mischung von Kinderbetreuung und Wohnen Begegnungen zwischen Jung und Alt befördert und zelebriert.
„Die Arbeit bietet gute Grundrisslösungen, die differenzierte Fassadengestaltung, eine gute Ausnutzung, gut nachvollziehbare Konstruktionsüberlegungen und eine sehr gute Freiraumplanung.“
Auszug Protokoll
Mainz-Kastel
Mehrfachbeauftragung
2024